Eher unbekannt, aber mehr als sehenswert und weitab der ausgetretenen Touristenpfade

Die Äolischen Inseln – oder Liparischen Inseln, wie sie auch genannt werden – sind Teil einer vulkanischen Kette, die vom Vesuv (bei Neapel) bis zum Ätna (auf Sizilien) verläuft. Insgesamt sind es zwar etwa 20 Inseln, aber nur sieben davon sind bewohnt (ca. 14.000 Einwohnern).

Die Inseln liegen im Tyrrhenischen Meer, nordöstlich vor Sizilien und die sieben bewohnten Inseln heißen: Lipari, Salina, Vulcano, Stromboli, Alicudi, Filicudi und Panarea.

Im Jahr 2000 wurden die Äolischen Inseln sogar in die Liste des UNESCO Weltnaturerbes aufgenommen wegen ihrer einzigartigen Fauna und Flora zu Wasser und zu Land sowie der vulkanischen Aktivitäten, die sowohl zerstörerisch wie auch schöpferisch sein können.

Warum du da unbedingt hin solltest? Lies einfach weiter…

 

Wie komme ich auf die Äolischen Inseln?

Die einfachste Variante ist wahrscheinlich nach Catania zu fliegen und von dort dann nach Milazzo. Wir haben bei unserer Reise auf die Äolischen Inseln einen Shuttle gebucht.

Von Milazzo fahren dann regelmäßig Fähren und Hydrofoils zu den Inseln.
Hier kannst du deine Tickets für die Hydrofoils buchen und hier für die Fähren.
Es gibt aber gerade im Sommer Einschränkungen was das Einführen von Autos betrifft. Erkundige dich vorher noch beim Fremdenverkehrsbüro falls du vorhast dein Auto mitzunehmen.

 

Was kann ich auf den Liparischen Inseln / Äolischen Inseln unternehmen?

 

DEN STROMBOLI VULKAN ERKLIMMEN

MagmaflussDie bekannteste der Inseln ist sicherlich Stromboli, wegen ihres aktiven Vulkans. Der Vulkan spuckt eigentlich permanent flüssige Magma, weswegen es gerade im Dunkeln sehr spektakulär aussieht. Die Wanderung hinauf zum Vulkan lohnt sich auf jeden Fall – ich fand es unglaublich faszinierend!
Aus Sicherheitsgründen darf man aber nur mit einem Bergführer hinauf. Du kannst diese Exkursion über eine Firma buchen. Wir waren damals zum Beispiel mit dieser Firma unterwegs und waren mit allem sehr zufrieden. Zur Hochsaison empfehle ich, schon im Vorfeld die Wanderung zu buchen.
Vergiss nicht Wander- bzw. Trekkingschuhe, die über die Knöchel gehen, sowie eine Taschenlampe (Stirnlampe) mitzunehmen – das wirst du für diese Exkursion benötigen.

Was die Unterkunft betrifft, ist diese auch eher limitiert. Versuche, früh genug zu buchen – gerade in der Hochsaison. Wir haben sonst auf den anderen Inseln gezeltet, aber auf Stromboli gibt es keinen Campingplatz und wildes Campen ist nicht erlaubt.

 

Schwarze Strände auf Stromboli

Zu den Highlights dieser Insel gehören auch ihre wunderschönen, schwarzen Sandstrände!

Insel Stromboli

 

DIE HISTORISCHE INSEL LIPARI

Lipari ist besonders bekannt wegen seiner historischen Stadt mit Zitadelle. Die Mauer, die zum Großteil im 16. Jhdt. erbaut wurde, ist weitgehend noch gut guterhalten. Besichtige die barocke Kathedrale San Bartolomeo oder das Archäologische Museum, das viele Funde aus der Steinzeit, antike Vasen und Masken, beherbergt.
Spaziere am Abend gemütlich entlang der Flaniermeile “Corso Vittorio Emanuele” und genieße die lebendige Atmosphäre.

Es gibt auch eine Therme, die Therme von Calogero, eines der ältesten Schwitzbäder der Welt. Der römische Brunnen und die Sauna waren schon vor 2500 Jahren in Betrieb.

Auf Lipari gibt es auch tolle Strände und Tauchplätze!

 

DIE GRÜNE INSEL SALINA

Im Gegensatz zu den anderen, eher kargen Inseln, ist Salina sehr grün. Das liegt daran, dass sie die einzige Insel mit natürlichem Wasservorkommen ist und kombiniert mit der vulkanischen Erde ergibt sich diese Fruchtbarkeit. Die Bewohner haben das genutzt um ihren eigenen Wein anzubauen: Malvasia. Den solltest du probieren! Vielen sagen er schmeckt nach Honig.

Wandern auf Salina

Die Insel besteht eigentlich aus zwei erloschenen Vulkanen und das Hinterland, das sich zwischen diesen Gipfeln befindet, ist sehr, sehr ruhig. Ideal um sich zu entspannen und der Zivilisation zu entfliehen, oder wandern zu gehen.

Inselgruppe im Tyrrhenischen MeerWir haben uns auf Salina einen Scooter gemietet um die Insel zu erkunden. Die Aussichten von hoch oben sind Granita in Linguatraumhaft!
Was du nicht verpassen darfst: In Lingua gibt es das beste “Granita” bei “da Alfredo” – das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen!

Außerdem befindet sich hier auch eine winzige Salinenlagune, aus der früher Salz gewonnen wurde, daher auch der Name der Insel.

 

SCHLAMMBAD AUF DER INSEL VULCANO

Wenn man auf Vulcano ankommt, steigt einem sogleich der Schwefelgeruch – ein Geruch nach faulen Eiern – in die Nase. In der Näher der Bootsanlegestelle, gibt es ein Bad “Laghetto die Fanghi”. Das ist ein seichter Fangotümpel in den konstant biologisch reiner, schwefelhaltiger Schlamm gepresst wird, und zwar durch Tausende winzige Öffnungen im Boden und durch den Druck der Gase aus dem Erdinneren. Auch wenn es fürchterlich stinkt, soll es sehr gut sein für rheumatische Beschwerden und Hautkrankheiten. Du solltest es auf jeden Fall ausprobieren. Für mich war es ein äußerst interessantes Erlebnis! Beachte allerdings folgende Punkte:

  • Nicht länger als 10-15 Minuten (nicht geeignet für Schwangere)
  • Bedenke, dass der Geruch aus der Badekleidung und deinem Handtuch nicht mehr herausgeht (nimm also alte Badekleidung mit, die du dann wegwerfen kannst)
  • Entferne jeglichen Schmuck und Uhren
  • Nimm Flip-Flops oder Sandalen mit, da es Öffnungen gibt, aus denen heiße Luft entweicht

Gran Cratere – der große Krater

Sehr beeindruckend ist auch die Wanderung hinauf zur “Fossa di Vulcano”. Es ist eines der drei Vulkansysteme auf der Insel und das einzige, das noch aktiv ist. Der letzte Ausbruch war 1890 aber faul-riechende Gase steigen immer noch auf. (Ich empfehle daher ein Tuch mitzunehmen, das man sich über die Nase ziehen kann.) Für die Wanderung solltest du gute Schuhe anziehen, dich vor der Sonne schützen (es gibt dort keinen Schatten) und genügend Wasser mitnehmen.

Gran Cratere

Strände auf Vulcano

Zum Ausruhen gibt es mehrere Strände: Spiaggia Sabbia Nera (eine Strand mit schwarzem Sand) oder die etwas abgelegenen und ruhigen Strände Spiaggia dell’ Asina und Spiaggia Cannitello.

 

DIE INSELN PANAREA, FILICUDI UND ALICUDI

Alicudi und Filicudi sind sehr abgelegen und man muss schon sehr reif für die Insel sein, denn hier ist es wirklich sehr ruhig!
Panarea ist exklusiv und teuer; in den Sommermonaten zeigt sich hier die Schickeria Italiens.